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Heimwerkertipps / DIY

Richtig tapezieren – Mit diesen Tricks erwecken Sie Ihre Wände zu neuem Leben!

 

Bei der Wandgestaltung mit Tapeten haben Sie nicht nur die Wahl aus den verschiedensten Designs, Farben und Mustern, sondern auch aus Materialien und Eigenschaften, die sich auf die jeweilige Anbringung auswirken können. So bietet es sich an, bereits bei der Auswahl der passenden Wandtapete zu überlegen, welche Räume mit der neuen Tapete geschmückt werden sollen und welche Eigenschaften diese am besten mitbringen sollte. Wir hoffen, dass Ihnen dieser Beitrag hilft, Ihr neues Wandoutfit einfach und entspannt an die Wand zu bringen!

Das A und O: Vorbereitungen für entspanntes Tapezieren

Wie bei so vielem ist auch beim Tapezieren die Vorbereitung das A und O. So sollten Sie zum Beispiel darauf achten, dass die zu tapezierenden Wände möglichst glatt und trocken sind, damit die Tapete einen guten Halt hat und sich Unebenheiten später nicht unschön durchdrücken. Spachteln Sie Löcher und Risse zu und schleifen Sie Ihre Wände gegebenenfalls ab, wenn sie sehr porös und rau sein sollten. Im Idealfall tragen Sie einen Tapeziergrund auf, um zu vermeiden, dass ein Großteil des Kleisters von den Wänden aufgesogen wird.

Decken Sie Möbel mit Folien ab und entfernen Sie von Steckdosen und Lichtschaltern den Rahmen. Wenn Sie wirklich alles richtig machen möchten, sollte die Raumtemperatur während des Tapezierens und Trocknens bei etwa 18-23° C liegen, damit eine ideale Trocknungszeit gewährleistet ist. Sollten sich Steckdosen oder Lichtschalter an den Wänden befinden, müssen passende Aussparungen beim Zuschneiden beachtet werden. Kalkulieren Sie vor dem Bestellen auch Ihren Bedarf und planen Sie insbesondere bei üppigen Mustertapeten ein paar Rollen mehr ein.

Um Ihr neues Wandkleid wie ein Profi an die Wand anzubringen, benötigen Sie das folgende Tapezierzubehör:

  • Tapetenkleister
  • Eimer und einen Stab zum Anrühren des Kleisters
  • Leiter
  • Bleistift
  • Schere oder Cuttermesser
  • Zollstock
  • Quast und Tapezierbürste
  • Narben- und Andrückrolle
  • Gegebenenfalls Tapeziertisch

Zuschneiden: Tapeten mit und ohne Rapport richtig tapezieren

Tapete 3140-24 A.S. Création

Achten Sie bei der Wahl Ihrer neuen Tapete auch darauf, ob Sie sich für eine ansatzlose Tapete, eine Tapete mit geradem oder versetztem Ansatz entschieden haben. Der Rapport einer Tapete, also das jeweilige sich wiederholende Dessin, kann sich nämlich auch auf die Anbringung der Wandtapete auswirken. So verfügen zum Beispiel Uni-Tapeten oder Streifentapeten in der Regel über keinen Ansatz, so dass beim Zuschneiden der Tapeten nicht darauf geachtet werden muss, dass die Bahnen zusammenpassen.

Achten Sie beim Zuschneiden auch darauf, ob gegebenenfalls Aussparungen für Lichtschalter oder Steckdosen beachtet werden müssen. Nehmen Sie beim Zuschneiden der Tapetenbahnen stets ein paar Zentimeter hinzu, die Sie später an der Wandkante abtrennen können, um einen sauberen Wandabschluss zu generieren.

Tapeten mit geradem und versetztem Ansatz an die Wand anbringen

Tapete 355985 A.S. Création Pop Colours

Gerade bei Mustertapeten finden Sie häufig einen versetzten oder geraden Ansatz. Mit ein paar Tricks sind auch üppige Dschungel-Szenerien und verschnörkelte Barock-Tapeten kinderleicht an die Wand angebracht. Bei einer Tapete mit geradem Ansatz können Sie ganz einfach die erste zugeschnittene Bahn als Schablone für die nächsten Bahnen verwenden, da das Muster hier immer auf gleicher Höhe weitergeführt wird. Achten Sie immer darauf, dass die Bahnen möglichst exakt an der gleichen Stelle des Musters abgeschnitten werden, damit es nicht zu unschönen Verschiebungen kommt. Da es hier zu Verschnitten kommen kann, sollten Sie im Idealfall wenigstens eine zusätzliche Rolle einkalkulieren.

Auch eine Tapete mit versetztem Ansatz ist mit ein paar Tricks schnell und einfach an die Wand gebracht. Hier muss die Tapete versetzt angebracht werden. Das heißt, dass Sie die erste Tapetenbahn normal an die Wand anbringen und die folgenden Bahnen immer nach oben oder unten versetzt anbringen. Am besten schneiden Sie sich zwei Muster zurecht, die Sie als Schablonen verwenden können, um die Bahnen immer abwechselnd zu tapezieren. In der Regel wird im Datenblatt Ihrer neuen Mustertapete mit versetztem Ansatz ein Rapport angegeben. Beträgt der Rapport zum Beispiel 62/32 cm, wiederholt sich das Muster in einem Abstand von 62 Zentimetern und die Tapetenbahn muss entsprechend um 32 Zentimeter versetzt tapeziert werden. Da es hier zu Verschnitten kommt, sollten Sie hier zusätzliche Tapetenrollen einkalkulieren.

Angebracht: jede Tapete kinderleicht an die Wand anbringen

Die gängigen Tapetenarten verfügen über eine Rückseite aus Papier oder Vlies. Das sogenannte Trägermaterial ist ausschlaggebend für die jeweilige Anbringung Ihrer neuen Tapete, da bei einer Papiertapete der Kleister auf die Rückseite der Tapete aufgetragen werden muss, während bei einer Vliestapete die Wand eingekleistert werden kann. Eine zusätzliche Beschichtung aus Vinyl ist in der Regel nicht ausschlaggebend für das Tapezieren. Beachten Sie bei der Auswahl Ihres neuen Wandoutfits am besten immer das jeweilige Datenblatt. Zwar ist die Anbringung einer Papiertapete geringfügig aufwendiger als bei einer Vliestapete, dafür überzeugt eine Papiertapete durch den kleinen Preis, die hohe Atmungsaktivität sowie Nachhaltigkeit.

Die Vliestapete: Tapezieren leicht gemacht

Tapete Sale 361621 A.S. Création

Bei einer Vliestapete profitieren Sie von dem Vorteil, dass Sie den Kleister direkt auf die Wand auftragen können und sich so das Aufbauen von Tapeziertischen sparen können. Streichen Sie den Kleister mit einem Quast möglichst gleichmäßig auf die Wand und bearbeiten Sie möglichst noch nicht die gesamte Wandfläche, damit der Kleister nicht vorzeitig antrocknet. Nehmen Sie sich die erste Tapetenbahn und legen Sie sie mit den Kanten möglichst exakt gegen die Wand- und Deckenkante.

Streichen Sie die Tapete mit einer Tapezierbürste von oben nach unten glatt an die Wand. Mit den folgenden Bahnen verfahren Sie ebenso, wobei Sie natürlich auf das entsprechende Muster achten sollten. Haben sich Narben oder Luftblasen gebildet, glätten Sie diese mit einer Narben- und Andrückrolle. Überstehendes Material können Sie an der Wandkante mit einem Cuttermesser sauber abtrennen.

Papiertapete: Stilvolle Wandgestaltung zum kleinen Preis

Tapete 32799-1 A.S. Création Urban Flowers

Bei einer Papiertapete muss, anders als bei der Vliestapete, die Rückseite der Tapete mit dem Kleister bearbeitet werden und etwa fünf bis zwölf Minuten einweichen. Achten Sie darauf, den Kleister mit dem Quast gleichmäßig auf den einzelnen Bahnen zu verteilen und verwenden Sie auch in etwa die gleiche Menge für die einzelnen Bahnen. Wenn die Bahn bearbeitet ist, legen Sie sie vorsichtig zu einem kleinen Paket zusammen, indem Sie Rückseite an Rückseite und Oberfläche an Oberfläche legen. Aber Achtung: die Tapete soll nicht gefaltet werden!

Sobald die Einweichzeit verstrichen ist, klappen Sie den oberen Teil auseinander und streichen diesen an die Wand. Sobald der obere Teil gut haftet, klappen Sie auch den unteren Teil auseinander und streichen ihn mit einer Tapezierbürste von oben nach unten glatt an die Wand. Am besten tapezieren Sie die einzelnen Bahnen Stoß an Stoß, so dass sich die Tapeten nicht überlappen. Auch hier können Sie kleinere Korrekturen mit einer Narbenrolle und einer Andrückrolle vornehmen und Überstände an der Wandkante exakt abtrennen.

Ohne Ecken und Kanten: Tapeten über Eck tapezieren

Wenn Sie Ihre neue Tapete über eine Innenecke hinaus tapezieren möchten, sollten Sie zunächst den übriggebliebenen Teil der Wand in der Breite ausmessen und entsprechend eine Tapetenbahn mit einem Zusatz von etwa zwei bis drei Zentimetern zuschneiden. Bringen Sie die Bahn so an, dass die Tapete über die Ecke hinaus reicht und drücken Sie die Tapete in der Ecke mit einem langen, schmalen Gegenstand fest. Auf der anderen Wand fahren Sie mit dem Tapezieren zunächst überlappend fort und tapezieren nach der ersten Bahn wieder Stoß an Stoß. Bei einer Außenecke verfahren Sie ganz ähnlich, wobei Sie den überstehenden Teil der Tapete am besten einschneiden, damit es nicht zu Unebenheiten kommt. Auch hier fahren Sie auf der nächsten Wand mit dem Tapezieren überlappend fort.