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Heimwerkertipps / DIY

Terrassenfliesen verlegen: Profisache oder doch geeignet für den heimischen Hobbygärtner?

Oft betonen wir, dass Fliesen bei fachgerechter Verlegung kleine Ewigkeiten halten, doch was heißt fachgerechte Verlegung überhaupt? Sollten Sie die Installation Ihrer Keramik für den Garten besser in die Hände von Profis geben oder den eigenen Außenbereich doch lieber mit den eigenen Händen gestalten? Der heutige Blogeintrag soll Sie darüber aufklären, welche Möglichkeiten Sie in Betracht ziehen können, wenn Sie Terrassenfliesen verlegen möchten und erklärt Ihnen, wie Sie das Projekt Gartenterrasse erfolgreich in Angriff nehmen können!

 

Vorbereitung, um Fliesen im Außenbereich zu verlegen: 3 Dinge, die es im Vorfeld zu beachten gilt!

Agrob Buchtal Capestone

Die gute Nachricht vorweg: Viele Verlegarten lassen sich vergleichsweise unkompliziert ausführen und bedürfen keiner bezahlten Kraft! Befahrene Bereiche, wie Garagenzufahrten werden jedoch stark belastet und bedürfen einer richtigen Verfugung. Während Terrassenfliesen selbst nicht anfällig für Frostschäden sind, können falsch angebrachte Fugen für Risse und andere Schäden sorgen, weshalb Sie die Installation durch einen Handwerker in Betracht ziehen sollten. Auch die Terrasse kann fest verklebt werden, generell ist es jedoch einfacher, offene Fugen zu lassen und Ihre Platten auf einem Splittbett oder Plattenlagern zu verlegen, da diese wasserdurchlässig sind.

Terrassenfliesen sind außerdem groß und durch eine Stärke von 20 mm besonders schwer. Fragen Sie vor der Verlegung Nachbarn, Freunde oder Familie um Hilfe, um die robusten Platten auch sicher zu transportieren. Verzichten Sie auf keinen Fall auf dicke Gartenhandschuhe! Messen Sie vorher die benötigte Quadratmeterzahl aus und rechnen Sie vorsichtshalber noch einmal mit 10% mehr Materialmenge. So sollten Sie selbst nach etwas Verschnitt genügend Material zum Auswechseln einzelner Fliesen vorrätig haben.

Terrassenplatten im Splittbett als Trockenverlegung im Gras

Die Trockenverlegung von Fliesen im Gras gehört mit zu den einfacheren Verlegweisen und wird genutzt, um kleinere Wege mit Trittsteinen oder kleinere Flächen mit Keramik zu versehen. Dabei werden größere Fugen gelassen und die Platten liegen in direkter Abgrenzung zu grünem Gras.

1) Legen Sie die vorgesehenen Terrassenplatten zunächst lose in dem gewünschten Abstand aus und passen Sie Fliesen und Fugengröße Ihrer Trittlänge an. Je größer die Fugen, desto mehr Kontrast wird mit der Abgrenzung zum Gras erzeugt. Nutzen Sie dann einen Spaten, um entlang der Kanten in den Boden einzustechen. Entfernen Sie die Platten wieder und heben Sie den Boden, in den markierten Umrissen, circa 5-6 cm tief aus.

2) Tragen Sie eine mindestens 3 cm dicke Kiesschicht mit einer Körnung von über 4 mm in dem ausgehobenen Untergrund auf, um einen tragfähigen Untergrund zu schaffen.

3) Setzen Sie die Terrassenplatten nun auf das Kiesbett. Die Platten sollten knapp 0,5-1 cm tiefer als der Boden sitzen. So vermeiden Sie nicht nur Unebenheiten und verringern die Stolpergefahr, sondern können auch nachträglich das Gras mit einem Rasenmäher trimmen. Abschließend sollten Sie die Fliesen mit einem Gummihammer entlang der Ränder sanft festklopfen, damit die Fliese auch fest im Boden in der gewünschten Vorrichtung sitzt.

Diese Methode lässt sich nicht nur alleine relativ einfach bewerkstelligen, auch Ausbesserungsarbeiten sind schnell vorgenommen!

 

Trockenverlegung auf Kies …

Ebenfalls recht einfach ist die Trockenverlegung auf einem Kiesbett, ohne Betonuntergrund oder ähnlichem vorbereiteten Boden. Hier wird lediglich etwas mehr Vorbereitung und mehr Kiesmaterial gebraucht, um die Fliesen fest zu verlegen. So lassen sich optimal Gehwege, Flächen oder Höfe gestalten. Auch hier lassen sich einzelne Fliesen schnell ersetzen und Ausbesserungsarbeiten vornehmen. Regen kann problemlos durch die offenen Fugen absickern.

1) Markieren Sie sich vorher die zu verlegende Fläche mit einer Schnur oder Kordel, begrenzen Sie die Fläche mit einem geeigneten Material und tragen Sie, je nach Festigkeit des Untergrunds, eine Schicht von 20 cm ab. Nutzen Sie einen Rechen, eine Richtlatte sowie eine Wasserwage, um den Boden zu ebnen! Nachdem Ihr Boden fest und eben gestaltet wurde, sollten Sie ein Vlies verlegen, welches das Wachstum von Unkraut verhindert. Danach wird eine ca. 10 cm dicke Schicht aus Kies mit gemischter Körnung auf dem Untergrund Verteilt. Die Körnung sollte knapp 16-35 mm betragen, sodass Regenwasser versickern kann. Der Untergrund muss gut verdichtet werden und ein Gefälle von mindestens 2% vom Haus weg vorweisen. Der Untergrund sollte nun vorbereitet sein!

2) Auf den entsprechenden Untergrund wird dann eine weitere Fläche Kies mit einer Körnung von 4-8 mm aufgetragen. Auch das Kiesbett muss danach abgezogen werden, um es eben zu halten.

3) Fangen Sie nun an die Platten zu verlegen. Die Fugen sollten mindestens 4 mm Breite besitzen und können offen bleiben oder nach der Verlegung mit feinkörnigem, ventuell zementstabilisiertem Sand verfüllt werden. Benutzen Sie bereits verlegte Bodenplatten, um sich weiter auf der zu verlegenden Fläche vorzuarbeiten. Alle 5 Meter sollte der Abstand der Fugen kontrolliert werden. Nutzen Sie Spitzeisen und Gummihammer, um die Fliese ordentlich in das Kiesbett einzubetten.

 

… oder im Sandbett

Die Verlegung im Sandbett erscheint hingegen wie eine Kombination aus der Verlegung auf Kies ohne Betonuntergrund oder im Gras. Als Bett wird hier lediglich Sand genutzt. Der Vorteil: Eine schnelle Verlegung, die Klasse aussieht und leicht ersetzt werden kann. Der Nachteil: Mit Sand als Untergrund bedarf dieser einer regelmäßigen Erneuerung, sodass Sie Jahr für Jahr Ihre Platten entfernen und neu installieren müssten.

1) Bereiten Sie den Boden wie bei der Trockenverlegung auf Kies vor und schaffen Sie einen glatten und festen Untergrund, den Sie mit einem geeignetem Material abgrenzen. In diesem Fall beträgt der Untergrund jetzt nur eine Stärke von 5-10 cm, welche mit Sand gefüllt ist. Der glatte Untergrund entspricht dann bereits dem Verlegebett und die Keramik kann direkt verlegt werden.

2) Verlegen Sie die Terrassenfliesen in dem gewünschten Abstand. Die offenen Fugen benötigen keine Mindestgröße und können ganz nach Belieben groß oder klein gestaltet werden. Bei Barfußbenutzung empfiehlt sich jedoch eine enge Verlegung, damit weniger Stolpermöglichkeiten gegeben sind.

 

Bestens geeignet für den Hobbygärtner: Lose verlegbare Terrassenfliesen

Während wir noch nicht am Ende sämtlicher Varianten zur Anbringung von Terrassenfliesen sind, schließen wir hier jedoch die Ausführungen für den ersten Teil unseres Blogbeitrags zum Thema Verlegung von Terrassenfliesen im Außenbereich! Heute standen vor allem die Installationsmöglichkeiten im Vordergrund, welche schnell und einfach vollzogen werden können. Sie haben Spaß an der Gartenarbeit und wollen keine bezahlte Hilfe in Anspruch nehmen? Kein Problem! Versuchen Sie sich an der losen Verlegung auf Sand oder Kies und sollte Ihnen das Ergebnis nicht gefallen, können Sie es ganz einfach noch einmal probieren! Schauen Sie auch das nächste Mal wieder rein, wenn wir Ihnen weitere Verlegarten näherbringen, für welche Sie einen festen Estrich benötigen.

In der Zwischenzeit können Sie unsere ganze Bandbreite an Fliesenbelägen entdecken oder sich in unserem Blog darüber informieren, auf welche Kriterien Sie beim Kauf Ihrer Terrassenfliesen achten müssen! Bei weiteren Fragen steht Ihnen außerdem unser hilfsbereiter Kundenservice zur Verfügung, den Sie über unser Kontaktformular erreichen können!

Viel Spaß und bis zum nächsten Mal wünscht Ihr Team von BRICOFLOR, der Nr. 1 für Wand & Boden!