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Heimwerkertipps / DIY

Teppichboden kaufen - was ist zu beachten?

Teppichboden kaufen

Nach wie vor zählt der Teppichboden zu den prominentesten Bodenbelägen, die in Wohnungen und Objekten anzutreffen sind. Trotz rascher Entwicklung des Marktes greifen immer noch viele Verbraucher gerne zur textilen Auslegware, die zahlreiche Vorteile in sich vereint. Was Sie beim Kauf eines Teppichbodens beachten sollten, damit Sie langfristig mit der Entscheidung zufrieden sind, haben wir daher in unserem heutigen Ratgeber für Sie zusammengestellt.

Inhalt

Was ist Teppichboden?

Der Teppichboden stellt einen textilen Bodenbelag dar, der auf eine lange Geschichte zurückblickt. Seinen Ursprung bildete der Teppich, eine auslegbare Matte begrenzter Größe, die schon einige Jahrhunderte v. Chr. gefertigt wurde. Im Laufe der 50er Jahre entwickelte sich daraus der Teppichboden, der als Rollenware angeboten wird und zum Zieren der gesamten Raumfläche dient. Nicht verwunderlich ist daher, dass der Bodenbelag auch heute noch im Volksmund als Teppich bezeichnet wird, obwohl es sich dabei streng genommen um zwei unterschiedliche Produkte handelt. Gelegentlich wird er aufgrund seines Formats auch „Auslegware“ bzw. „Auslegeware“ genannt.

Die Oberfläche von Teppichböden wird durch die Nutzschicht, auch Polschicht genannt, bestimmt. Diese besteht aus Garn, das im Rahmen der Produktion mit dem darunterliegenden Rücken verbunden wird. Auf diese Weise entstehen lange Bahnen mit festgelegter Breite, die je nach Kollektion variieren kann. Abzugrenzen ist der textile Bodenbelag von seinen neueren Konkurrenten, den Teppichfliesen und Teppichdielen. Diese werden im Gegensatz zum klassischen Teppichboden in Form einzelner Module angeboten, die zu einem vollständigen Boden zusammengestellt werden.

Nadelvlies: Die Alternative für beanspruchte Flächen

Ebenfalls oft irrtümlicherweise für einen Teppichboden gehalten wird Nadelvlies bzw. Nadelfilz. Zwar versteckt sich auch dahinter ein textiler Bodenbelag, dieser wird jedoch in einem anderen Verfahren hergestellt. Und auch in seiner Beschaffenheit unterscheidet sich Nadelvlies erheblich von Teppichböden: Es besteht in der Regel aus mehreren ineinander verworrenen Schichten synthetischer Fasern, die in ihrer Verbindung eine sehr hohe Strapazierfähigkeit erzielen können. Aufgrund dieser Eigenschaft ist Nadelvlies eine besonders beliebte Wahl im gewerblichen Bereich, wo der Boden regelmäßig starken Belastungen ausgesetzt wird.  Zudem wird er gern als Messeboden eingesetzt, da er eine herausragende Verschleißfestigkeit zu einem günstigen Preis bietet. Die zusätzliche Robustheit erhält Nadelfilz jedoch auf Kosten des Komforts: Mit der anschmiegsamen Oberfläche eines Teppichbodens kann dieser nicht mithalten.

Vorteile von Teppichboden gegenüber anderen Bodenbelägen

Dass sich der Teppichboden trotz zunehmend neuer Bodenbelagsarten wie der Vinyl-Designbeläge großer Beliebtheit erfreut, ist durch seine praktischen Vorzüge zu erklären. Allen voran punktet er mit seiner angenehmen Oberfläche, die die Füße vor dem kalten Untergrund bewahrt und nicht selten mit seinem weichen Garn umschmeichelt. Darüber hinaus tragen Auslegwaren zu besseren akustischen Eigenschaften bei, da die textile Nutzfläche die Ausbreitung von Schall reduziert. Auf diese Weise kreieren sie eine ruhige Umgebung, welche die Konzentration fördert, aber ebenso auch zum Entspannen einlädt.

Lange Zeit hatten textile Böden mit dem Vorwurf zu kämpfen, sie würden sich negativ auf die Gesundheit auswirken und vor allem einen negativen Einfluss im Falle von vorliegender Hausstauballergie ausüben. Doch dank aktueller Studien gilt dieses Vorurteil mittelweile als überholt. Ganz im Gegenteil: Durch ihre natürliche Beschaffenheit können Teppichböden den Staubgehalt minimieren und dadurch die Luftqualität in der Umgebung verbessern. Für diesen Effekt sind die textilen Fasern verantwortlich, die freien Staub an sich binden und diesen erst bei der nächsten Reinigung freigeben. Somit bleibt die Raumluft unbelastet, weshalb der Bodenbelag wider ursprüngliche Annahmen optimal für Allergiker geeignet ist.

Welche Arten von textilen Auslegwaren gibt es?

Obwohl der Aufbau von Teppichböden vergleichsweise simpel ist, besticht der Bodenbelag durch eine kaum überschaubare Fülle an verschiedenen Designs und Ausführungen. Bevor Sie sich für ein Produkt entscheiden, lohnt es sich daher, sich einen Überblick über die zahlreichen Optionen zu verschaffen.

Herstellungsprozess – ein Überblick der gängigen Verfahren

Bereits bei der Herstellung zeigen sich große Unterschiede je nach Kollektion, da dabei mehrere Verfahren zum Einsatz kommen können. Eine Variante stellt die Produktion mit Hilfe eines Webstuhls dar, bei der die Garnfäden miteinander verwebt werden. Beim Tufting-Verfahren wird das Polmaterial von der Unterseite des Rückens aus zusammen mit einer Nadel durchstochen – es ähnelt somit dem Prinzip einer Nähmaschine. Da das Tufting mit einem kleineren Aufwand als das Weben verbunden ist, wird es aufgrund der niedrigeren Kosten vermehrt zur Herstellung von Teppichböden eingesetzt. Nadelfilz entsteht im Prozess einer sogenannten Vernadelung: Das Garn wird wiederholt von unterschiedlichen Seiten von vielzähligen Nadeln durchstochen, wodurch es seine charakteristische Struktur erhält. Das Resultat wird anschließend in der Regel mit Latex beschichtet.

Strukturen und Oberflächen sowie ihre individuellen Stärken

Auf welche Art und Weise der Pol bei der Produktion behandelt wird, ist entscheidend für seine Haptik. Das erste Merkmal, das sofort ins Auge fällt, ist dabei die Polhöhe: Hier wird zwischen sogenannten Kurzflor-, Langflor- und Hochflor-Teppichböden unterschieden. Vertreter der Kurzflor-Kategorie besitzen ihrer Bezeichnung entsprechend eine niedrige Nutzschicht, Langflor-Produkte weisen hingegen längere Fasern auf. Einen Schritt weiter gehen Hochflor-Böden, deren Nutzschicht eine Höhe von mehr als 5 mm aufweist. Neben dieser ersten groben Unterscheidung existieren diverse Begriffe für die Beschreibung der Struktur des Bodenbelags, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten:

Oberfläche Bezeichnung Beschreibung
Teppichboden mit Schlingen-Struktur Schlinge Teppichboden mit nicht aufgetrenntem Garn, das in Form einer Schlinge am Rücken befestigt ist. Diese Struktur gilt als besonders strapazierfähig und wird daher oft im gewerblichen Bereich eingesetzt.
Teppichboden mit Velours-Struktur Velours Teppichboden, bei dem die Garnschlingen aufgetrennt werden. Die samtartige Oberfläche bietet hohen Komfort, ist allerdings anfällig für Laufspuren.
Teppichboden mit Frisé-Struktur Frisé
(Kräuselvelours)
Teppichboden mit aufgeschnittenem Pol. Die Fasern werden stark verdreht, sodass sie sich insgesamt krümmen. Dadurch werden Laufstraßen und leichte Verschmutzungen zuverlässig kaschiert.
Teppichboden mit Saxony-Struktur Saxony Bodenbelag aus aufgeschnittenen, längeren Fasern, die zusätzlich gezwirnt und fixiert werden. Die Garnenden sind als Punkteffekt sichtbar, wodurch insgesamt eine körnige Textur entsteht. Diese Struktur eignet sich vor allem für niedrig frequentierte Flächen.
Teppichboden mit Schlingen-Schnittpol-Struktur Schlingen-Schnittpol
(Cut Loop)
Struktur mit einem Wechselspiel aus Schlingen und geschnittenem Pol. Es entsteht ein reliefartiges Muster, das den gesamten Boden durchzieht.
Teppichboden mit Shaggy-Struktur Shaggy (Shag) Wirre Struktur, die durch extrem lange Fasern erzielt wird. Sie punktet durch eine komfortable Haptik, ist jedoch wenig belastbar und somit optimal fürs Schlafzimmer.
Teppichboden mit Tip-sheared-Struktur Tip-sheared
(Multi-level Loop)
Textur aus Schlingen mit variierender Höhe, die zum Teil angeschnitten werden. Daraus ergibt sich ein Muster mit leichten Farbunterschieden.

Kreative Raumgestaltung mit Farben und Mustern

Auch beim Design stehen Ihnen verschiedene Varianten zur Verfügung. Aktuell im Trend liegen monochrome Böden, bei denen die gesamte Nutzfläche in einer einheitlichen Nuance gehalten ist. Wird diese um dezente Farbunterschiede ergänzt, spricht man von einer melierten Textur. Mit einer besonders hohen Farbintensität begeistern Teppichböden, die im sogenannten Solution-Dye-Verfahren hergestellt werden. Dabei werden die Farbstoffe beigemischt, während sich das Garn noch im flüssigen Zustand befindet. Dadurch erstrahlen die Fasern nicht nur in prächtigen Farben, sondern lassen sich auch nicht so einfach verschmutzen. Weitere Informationen rund um die Produktion von bunten Auslegwaren finden Sie in unserem Beitrag zu den Färbemethoden von Teppichböden. Zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten werden Ihnen mit gemusterten Dekoren geboten. Von verspielten Punktmustern, lebhaften Zickzacklinien bis hin zu extravaganten Designs wie Balsan Wood Ribs – hier werden Ihnen beim Einrichten Ihrer Räume keinerlei Grenzen gesetzt. Mit einem solchen Teppichboden können Sie Akzente setzen und eine energiegeladene Atmosphäre genießen.

Beim Kauf eines textilen Bodens sollten Sie stets Ihre vorhandenen Möbel oder geplante Anschaffungen im Blick haben. Denn je nach gewähltem Design können Sie mit Hilfe des Bodenbelags unterschiedliche Effekte erzeugen. Dies gilt nicht nur für gemusterte Varianten – auch einheitlich gefärbte Dekore steuern durchaus die Wahrnehmung. Während beispielsweise Farben wie Gelb und Orange zur Aktivität anregen und eine positive Stimmung verbreiten, stehen kühles Grün und Blau für Entspannung und Erholung. Mit Hilfe unseres Beitrags zur Farbwirkung im Raum können Sie vorab abwägen, welches Dekor am besten zu Ihren Räumlichkeiten passt.

Qualitätskriterien: Daran erkennen Sie hochwertige Teppichböden

Haben Sie sich für eine bestimmte Art des Teppichbodens entschieden, gilt es nun, ein passendes qualitatives Produkt zu finden. Im Falle der textilen Böden können Sie diverse Eigenschaften zur Orientierung nutzen, um eine hochwertige Kollektion zu erkennen. Um welche Merkmale es sich dabei handelt, erfahren Sie im Folgenden:

Material für die Polschicht: Polypropylen, Polyester und Polyamid im Vergleich

Sowohl die Optik als auch der Grad der Funktionalität einer Auslegware hängt im Wesentlichen von dem Material ab, aus dem die Nutzschicht besteht. Dafür kommen verschiedene Alternativen infrage, die jeweils eigene Vorteile mit sich bringen. Gerade im preisgünstigen Segment ist oft Polypropylen anzutreffen, das jedoch nicht allzu belastbar ist. Anders verhält es sich mit Polyamid: Die synthetische Faser besitzt eine überragende Widerstandsfähigkeit und eine hohe Farbkraft, die es zum idealen Material für textile Böden machen. Die erstklassigen Eigenschaften schlagen sich jedoch auch im Preis nieder – für entsprechende Produkte müssen Sie in der Regel tiefer in die Tasche greifen. Einen Kompromiss aus beiden Welten stellt das Material Polyester dar, das immer mehr Hersteller für sich entdecken. So nutzt es beispielsweise das belgische Unternehmen Associated Weavers für seine GAIA Serie, die sich aus den vier Kollektionen Equator, Meridia, Equinox und Solstice zusammensetzt. Polyester liegt, was das Preis-Leistungs-Verhältnis anbelangt, genau zwischen Polypropylen und Polyamid: Der Werkstoff kann eine gute Strapazierfähigkeit vorweisen und ist dabei nicht so teuer in der Anschaffung.

Neben synthetischen Fasern werden auch natürliche Materialien verwendet, wobei auch diese meist mit einem höheren Preis einhergehen. Nichtsdestotrotz sind sie eine hervorragende Wahl für alle, die der Umwelt etwas Gutes tun wollen. Eines der prominentesten Beispiele ist das Sortiment der Teppichböden von Tretford. Der Hersteller aus Nordrhein-Westfalen verwendet für das Garn ein Gemisch aus Ziegenhaar und Schurwolle und präsentiert auf diese Weise einen äußerst ökologischen Bodenbelag. Unverkennbar wird dieser durch seine Rippenstruktur, die alle Ausführungen ziert.

Noppenzahl und Poleinsatzgewicht als Spiegelbild des Materialeinsatzes

Beim eingesetzten Polmaterial kommt es nicht nur auf die Art an – auch die Menge spiegelt die Qualität des Endprodukts wider. Dazu können Sie auf zwei Angaben innerhalb der technischen Daten achten. Zum einen gibt die Noppenzahl an, wie dicht die Fasern nebeneinander angebracht sind – je höher der Wert pro Quadratmeter, desto wertiger der Boden. Bei erstklassigen Teppichböden übersteigt die Anzahl schnell die Marke von 100.000 Noppen, die auf einer Fläche von 1 m² vorliegen. Zum anderen gibt Ihnen das Poleinsatzgewicht Auskunft über die Qualität des gewählten Bodens. Dieses entspricht dem Gewicht des Materials, aus dem die Nutzschicht fertigt ist, und wird ebenfalls pro Quadratmeter angegeben. Hochwertige Produkte weisen in der Regel ein Poleinsatzgewicht von 700 g/m² oder höher auf. Allerdings dürfen Sie beim Vergleich auch die Struktur nicht außer Acht lassen – denn für einen Shag mit langen und dicken Fasern muss der Hersteller natürlich mehr Material aufwenden als für einen Boden aus niedrigen Schlingen.

Die richtige Nutzungsklasse für jeden Bereich

In welchen Räumen Sie Ihren neuen Bodenbelag verwenden können, gibt die Nutzungsklasse an und ist somit ein praktisches Qualitätskriterium, das einfach zu überprüfen ist. Sie spiegelt die Belastbarkeit und die Verschleißfestigkeit des Teppichbodens wider und wird jeweils einem der drei Einsatzorte Wohnbereich, Gewerbe und Industrie zugeordnet, wobei letzter für kaum eine Auslegware infrage kommt. Innerhalb der verschiedenen Einsatzbereiche wird eine zusätzliche Unterteilung je nach Beanspruchungsintensität getroffen. Je höher die Nutzungsklasse, desto widerstandsfähiger ist der Bodenbelag. Vor einem Kauf sollten Sie sich daher erkundigen, ob Ihr Favorit für den angedachten Raum geeignet ist. Die folgende Tabelle gibt Ihnen Überblick über die Bedeutung der verschiedenen Nutzungsklassen:

Symbol Nutzungsklasse Einsatzorte
Nutzungsklasse 21 NK 21 (privat) Schlafzimmer, Gästezimmer
Nutzungsklasse 22 NK 22 (privat) Wohnzimmer, Esszimmer, Kinderzimmer
Nutzungsklasse 23 NK 23 (privat) Eingangsbereich, Diele, Arbeitszimmer
Nutzungsklasse 31 NK 31 (gewerblich) Hotelzimmer
Nutzungsklasse 32 NK 32 (gewerblich) Büros, Konferenzsäle, kleine Geschäfte, Wartezimmer
Nutzungsklasse 33 NK 33 (gewerblich) Foyers, Großraumbüros, Kaufhäuser

Luxusklasse: Kennzeichen für komfortable Böden

Symbol für Luxusklasse 5

Ein weiteres Qualitätsmerkmal, das Sie dem Datenblatt entnehmen können, ist die Luxusklasse. Diese erkennen Sie anhand eines Symbols, auf dem eine Hand sichtbar ist. Darunter befinden sich ein bis fünf Kronen, die den Luxusklassen 1 bis 5 entsprechen. In welche davon ein Teppichboden eingestuft wird, hängt von dem Komfort ab, den er bietet. Ausschlaggebend ist somit in erster Linie die Oberfläche, die weich und angenehm sein muss. Nur diese Beschaffenheit ermöglicht die Einordnung in die höchste Luxusklasse 5. Sind Sie jedoch auf der Suche nach einem robusten Bodenbelag, können Sie die Luxusklasse bei der Produktwahl ohne Bedenken vernachlässigen. Denn nur in äußerst seltenen Fällen gehen anschmiegsames Garn und hohe Strapazierfähigkeit Hand in Hand.

Einflüsse auf die Umwelt und die Gesundheit

In der heutigen Zeit gewinnt Umweltschutz immer mehr an Bedeutung. Deshalb legen renommierte Hersteller zunehmend Wert darauf, ihre Böden unter umweltfreundlichen Bedingungen herzustellen. Ob auch das von Ihnen ausgewählte Produkt dazu gehört, können Sie meist anhand von verschiedenen Zertifikaten überprüfen. Ebenfalls dienen diese als Anhaltspunkt für alle, die sich einen Bodenbelag wünschen, der keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Die wichtigsten Gütesiegel finden Sie in der untenstehenden Tabelle:

Siegel Bedeutung Erklärung
Blauer Engel Blauer Engel Umweltzeichen für emissions- und schadstoffarme Bodenbeläge, die gesundheitlich unbedenklich sind
Green Label Plus Green Label Plus Label für emissionsarme textile Böden, die eine gute Luftqualität gewährleisten
Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichböden GuT Auszeichnung der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichböden für nachhaltige und geruchsneutrale Auslegwaren
Life Balance Life Balance Zertifikat für Auslegware, die Feinstaub bindet und für Allergiker geeignet ist

Zusatzeignungen für verschiedene Einsatzorte

Je nachdem, wo Sie den Teppichboden nutzen möchten, sollte dieser über ein hochwertiges Material und ein ansprechendes Design hinaus zusätzliche technische Eigenschaften besitzen.  Ob diese vorliegen, können Sie in der Regel den entsprechenden Piktogrammen entnehmen, die wir für Sie zusammengestellt haben:

Symbol Bedeutung Erklärung
Fußbodenheizungseignung Fußbodenheizungs-
eignung
Für eine wohltuende Wärme in Ihren Räumen können Sie eine Warmwasser-Fußbodenheizung mit Ihrem Teppichboden kombinieren. Hierfür ist eine Fußbodenheizungseignung unabdingbar, da das Material andernfalls beschädigt werden kann.
Brandschutzklasse Bfl-s1 Brandschutzklasse Die Brandschutzklasse hängt vom Brandverhalten des Bodens ab. Sie setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Die Buchstabenfolgen am Anfang geben an, ob die Auslegware schwer entflammbar (Bfl, Cfl) ist oder nicht (Dfl, Efl). Die zweite Hälfte beschreibt eine geringe (s1) oder eine mittlere (s2) Rauchentwicklung im Brandfall. Für den gewerblichen Bereich bieten sich aus sicherheitstechnischen Gründen Produkte der Brandschutzklassen Bfl-s1 bzw. Cfl-s1 an.
Stuhlrolleneignung
Stuhlrolleneignung privat
Stuhlrolleneignung Möchten Sie einen Bürostuhl auf dem textilen Boden nutzen, so sollte er über eine Stuhlrolleneignung verfügen, damit er der starken Belastung standhalten kann. Hier ist Acht geboten, da manche Produkte nur für die Verwendung im privaten Arbeitszimmer, jedoch nicht für gewerbliche Büros freigegeben sind. Dies erkennen Sie an einem kleinen Haus innerhalb des Symbols.
Treppenstufeneignung
Treppenstufeneignung privat
Treppenstufeneignung Eine Einrichtung im einheitlichen Stil macht die Eignung für Treppenstufen möglich. Auch hier wird zwischen einer allgemeinen Zulassung und einer Freigabe für den Wohnbereich unterschieden, wobei letztere mit einem Haus im Symbol vermerkt ist.
Antistatische Ausrüstung Antistatische Ausrüstung Insbesondere in Büros und in Räumen mit einer großzügigen EDV-Ausstattung ist eine antistatische Ausrüstung empfehlenswert. Sie verhindert, dass sich der Boden elektrisch aufladen kann, was zur Funktionseinschränkungen bei Elektro-Geräten führen kann.
Schallabsorption Schallabsorption Für eine angenehmere Geräuschkulisse innerhalb des ausgestatteten Raums sorgen schallabsorbierende Teppichböden. Deshalb bieten sie sich für das Wohnzimmer oder die Hotellerie an.
Trittschallverbesserung Trittschallverbesserung Die Übertragung von Schall zu angrenzenden Räumen reduzieren Auslegwaren mit einer Trittschallverbesserung. Davon profitieren Sie, wenn Sie mehrstöckige Gebäude mit einem Teppichboden ausstatten oder Streitgespräche mit hellhörigen Nachbarn vermeiden wollen.

Übersicht der wichtigsten Hersteller

Wer bei der Wahl des richtigen Teppichbodens Zeit sparen möchte, kann zu bewährten Marken und Produkten greifen. Auf ihre Qualität können Sie vertrauen, ohne fein säuberlich das technische Datenblatt studieren zu müssen. Die führenden Hersteller für Auslegwaren und die beliebtesten Kollektionen möchten wir Ihnen daher in Kürze vorstellen:

Hersteller Beschreibung Beliebte Kollektionen
Associated Weavers Das Unternehmen mit Hauptsitz in Belgien gilt als Experte für getuftete Teppichböden. Einst bekannt für seine prächtigen Axminster-Dessins fokussiert sich Associated Weavers heute auf moderne Designs aus besten Materialien. AW Obessession, AW Satin
Balsan Der französische Hersteller Balsan verfolgt einen hohen Qualitätsanspruch und verwendet deshalb stets Polyamid für seine Kollektionen – einzig Balsan Majestic besteht aus Schurwolle. Dank der hauseigenen Vergütungen sind die Teppichböden pflegeleicht und hygienisch. Balsan Kaviar, Balsan Sublime
Tretford Das Logo von Tretford zeigt nicht von Wegen eine Ziege – denn der Produzent aus Wesel nutzt Ziegenhaar für seine natürlichen und umweltfreundlichen Teppichböden. Diese bestechen durch ihre charakteristische Rippenstruktur, die sie deutlich von der Konkurrenz abhebt. Tretford Interland, Tretford Plus 7
Vorwerk Das Unternehmen Vorwerk aus dem Bergischen Land beweist mit seinen erstklassigen Teppichböden immer wieder aufs Neue seine jahrlange Expertise in puncto Bodenbeläge und steht für stilvolle und kundenorientierte Lösungen. Vorwerk Passion 1001, Vorwerk Passion 1002

Verlegung von Teppichboden

Vor der Anschaffung eines textilen Bodens sollten Sie sich auch über seine Anbringung informieren, um den Aufwand sowie die möglichen Zusatzkosten richtig einschätzen können. Lange Zeit galt Teppichboden als ein Bodenbelag, der nur von einem Fachmann zu verlegen ist. Da sich mittlerweile jedoch immer Menschen an das eigenständige Renovieren heranwagen, kommt immer wieder die Frage auf, ob auch nicht eine Auslegware im Alleingang zu verlegen ist. Hierbei spielt vor allem die Raumgröße eine entscheidende Rolle: Auf kleinen Flächen, die keiner hohen Belastung ausgesetzt werden, ist eine sogenannte semilose Verlegung möglich. Dabei werden die Bahnen mit Hilfe von doppelseitigem Klebeband fixiert, das bei geringer Beanspruchung genügend Halt bietet. Diese Methode ist ideal für Heimwerker, da Fehler ohne Probleme korrigiert werden können. Bei größeren Räumen mit mittlerer bis starker Nutzungsfrequenz ist jedoch immer eine vollflächige Verklebung zu empfehlen. Ob Sie diese alleine vornehmen oder die Anbringung lieber einem Profi überlassen möchten, können Sie selbst abwägen. Zur Orientierung können Sie unseren Überblick zur Verlegung von Teppichböden verwenden, der die wichtigsten Arbeitsschritte zusammenfasst.

Optimales Ergebnis dank Planung und Vorbereitung

Möchten Sie die Verlegung Ihres neuen Bodens selbstständig angehen, so ist eine sorgfältige Planung nötig. Bereits vor dem Kauf sollten Sie den zu renovierenden Raum abmessen, um den Bedarf zu bestimmen. Achten Sie dabei auch auf Heizungs- und Fensternischen, die ebenfalls mit der Auslegware eingekleidet werden sollen. Rechnen Sie mit einem großzügigen Verschnitt, damit Sie später die gesamte Fläche ohne Probleme bedecken können. Haben Sie die Raummaße bestimmt, können Sie anschließend die erforderte Produktmenge kalkulieren. Nutzen Sie dazu die Bahnenbreite, die je nach Kollektion variieren kann, und fügen Sie immer einen kleinen Betrag als angedachten Verschnitt hinzu.

Für ein optimales Ergebnis ist neben der Planung auch die Vorbereitung des Untergrundes von großer Wichtigkeit. Am besten kann der textile Boden auf glattem und ebenem Estrich haften. Daher sollten Sie alte Bodenbeläge vor Beginn der Renovierungsarbeiten entfernen und anschließend vorhandene Unebenheiten im Untergrund ausgleichen. Danach sollten Sie die Auslegware für ein bis zwei Tage in dem Raum platzieren, damit sich diese akklimatisieren kann.

Erforderliche Werkzeuge und Hilfsmittel

Für die Anbringung eines Teppichbodens benötigen Sie neben typischen Hilfsmitteln wie Zollstock, Stift und Wasserwage zuallererst ein Teppichmesser, das Sie zum Zuschneiden der Bahnen verwenden können. Dieses sollte über eine scharfe Klinge verfügen, da stumpfe Messer ein höheres Verletzungsrisiko mit sich bringen. Auch eine Schneidekante kann hilfreich sein, wenn es um den geradlinigen Zuschnitt der Auslegware geht. Für die Befestigung ist im Falle der semilosen Fixierung lediglich ein doppelseitiges Klebeband erforderlich. Bei einer vollflächigen Verklebung muss ein Klebstoff angeschafft werden, der auf den Rücken des Bodenbelags abgestimmt ist. Je nach Produkt kann ein Textil- oder ein Vliesrücken vorliegen. Welchen Kleber Sie dafür verwenden können und dürfen, können Sie in der Regel der Verlegeanleitung des Herstellers entnehmen. Zu beachten ist, dass ein Textilrücken immer verklebt werden muss, während ein Vliesrücken auch eine Fixierung mit Klebeband ermöglicht.

Anbringung per vollflächiger Verklebung

Haben Sie alle Vorbereitungen getroffen und erforderliches Werkzeug beschafft, können Sie mit der Verlegung beginnen. Breiten Sie die Bahnen auf der Fläche aus, sodass sich diese wenige Zentimeter überschneiden. Danach können Sie einen sogenannten Doppelnahtschnitt durchführen, bei dem Sie beide Lagen gleichzeitig durchschneiden. Auf diese Weise wird ein nahtloser Übergang gewährleistet. Im gleichen Zug können Sie auch Aussparungen für Heizungsrohre und andere feste Bauteile freilegen. Anschließend können Sie mit der Verklebung beginnen, indem Sie die Auslegware in der Mitte falten und den Klebstoff auf dem Estrich ausbreiten. Nun können Sie die umgeklappte Hälfte zurück in das Kleberbett legen. Streichen Sie Unebenheiten vorsichtig aus und lassen Sie dem Klebstoff ausreichend Zeit zum Trocknen. Dieselben Schritte müssen Sie jetzt lediglich mit der losen Hälfte des Bodens durchführen.

Pflege für ein langfristig ästhetisches Erscheinungsbild

Damit ein Teppichboden auch nach Jahren der Benutzung ansehnlich ist, sollte er einer regelmäßigen Reinigung unterzogen werden. Bei kleinen Verschmutzungen ist der Einsatz eines gewöhnlichen Staubsaugers vollkommen ausreichend. Ein besseres Ergebnis kann dabei durch die Verwendung eines Bürstaufsatzes erzielt werden, der tief in das Material vordringen kann. Vorsicht ist jedoch bei Langflor- und Hochflor-Teppichböden geboten, die durch die starke Beanspruchung mittels Bürste beschädigt werden können. Wie oft eine Reinigung vonnöten ist, hängt von der Belastungsintensität der jeweiligen Räume ab. Im Wohnbereich genügt es meist, wenn Sie den Boden zweimal die Woche vom angesammelten Staub befreien. In hoch frequentierten gewerblichen Räumen ist hingegen eine tägliche Reinigung sinnvoll, um die ansprechende Optik der Auslegware aufrechtzuerhalten. Hier zahlt sich die Verwendung eines Produkts mit Schlingenstruktur aus, da diese verhindert, dass Verschmutzungen tief in das Material vordringen können. Für eine äußerst gründliche Reinigung kann zudem das Verfahren der Sprühextraktion zum Einsatz kommen, bei dem die Nutzschicht mit einem Reinigungsmittel und warmem Wasser behandelt wird.

Während ein Teppichboden in der allgemeinen Pflege leicht zu handhaben ist, ist er empfindlich gegenüber Flecken. Damit diese sich nicht absetzen können, sollten Sie daher umgehend reagieren, wenn es mal zu einem Missgeschick kommen sollte. Entfernen Sie Essensreste mit Hilfe eines Löffels und nehmen Sie ein feuchtes Tuch. Tupfen Sie den Fleck von außen nach innen ab, um überschüssige Flüssigkeit aufzunehmen. Verzichten Sie auf jeden Fall darauf, das Material zu reiben, da das den Fleck in der Regel nur größer macht. Wie Sie die verbleibenden Verschmutzungen beseitigen können, ist von der verursachenden Flüssigkeit bzw. Stoff abhängig. Welche Haushalts- und Reinigungsmittel Sie dafür verwenden können, können Sie in unseren Tipps rund um Reinigung und Fleckenentfernung bei Teppichböden nachlesen.

Mehr Spielraum bei der Beseitigung von Verschmutzungen bieten Ihnen Teppichböden, die im Solution-Dye-Verfahren hergestellt werden. Bei diesem wird die Faser im flüssigen Zustand komplett von der Farbe durchtränkt, statt dass diese sich nur an der Oberfläche ablagert. Deshalb können entsprechende Auslegwaren sogar mit einer niedrig konzentrierten Lösung mit Bleichmittel zur Reinigung behandelt werden. Dennoch ist es immer ratsam, ein solches Vorhaben erst an einer unauffälligen Stelle zu erproben, um sicherzugehen, dass das Material nicht beschädigt wird.

Wir hoffen, dass unser heutiger Ratgeber Ihnen dabei behilflich sein konnte, sich einen detaillierten Überblick über die Eigenschaften, Arten und Qualitätskriterien von Teppichböden zu verschaffen. Noch mehr Informationen finden Sie in unseren zahlreichen Beiträgen rund um textile Böden. Mit Ihrem neuen Wissen können Sie anschließend eine passende Ausführung für Ihr nächstes Renovierungsprojekt auswählen – werfen Sie dazu einfach einen Blick in unser umfangreiches Sortiment. Dort sind die unterschiedlichsten Designs und Hersteller vertreten, die für jeden Bereich die ideale Lösung bereithalten. Sollten noch Fragen offengeblieben sein, können Sie sich jederzeit per Kontaktformular an unser Serviceteam wenden. Dieses unterstützt Sie mit Freude bei der Wahl des richtigen Bodenbelags!

Bis zum nächsten Mal! Ihr Team von BRICOFLOR, Europas großem Online-Shop für Wand- und Bodenbeläge