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Warmer Bodenbelag für ein gemütliches Zuhause – das versteckt sich hinter dem Begriff

Wer kennt es nicht: Renovierungsarbeiten stehen an und schon steht die Frage im Raum, welchen Bodenbelag man verlegen möchte. In diesem Kontext fällt dann gerne der Kommentar: Ganz egal, hauptsächlich er ist fußwarm! Doch was ist eigentlich fußwarm oder gar warmer Bodenbelag? Ist das eine Material wirklich wahrnehmbar wärmer als ein anderes? Muss man dann theoretisch weniger heizen? Wir verraten Ihnen, was sich hinter dem Begriff versteckt und stellen Ihnen diesbezüglich die Eigenschaften einiger Bodenbeläge dar!

Fußwarm – deshalb nehmen wir manche Böden als „warm“ wahr

Betritt man mit den nackten Füßen beispielsweise einen Korkboden und geht dann in das geflieste Badezimmer, werden die meisten von uns einen deutlichen Temperaturwechsel wahrnehmen. Keramikfliesen werden dabei regelrecht als kalt empfunden, während das Material Kork, wenn nicht gleich warm, zumindest als wärmer bezeichnet wird. Dennoch ist diese Wahrnehmung größtenteils subjektiv. Denn in der Realität verfügen die unterschiedlichen Bodenbeläge ungefähr über die gleiche Temperatur, die lediglich durch äußere Einflüsse, wie die Temperatur der darunterliegenden Räume verändert wird. Nichtsdestotrotz ist der Temperaturwechsel für Jedermann wahrnehmbar und keine bloße Einbildung. Doch woran liegt das?

Während die unterschiedlichen Materialien, wie Stein, Ton, Garn, Wolle, Holz oder Kunststoff die gleichen oder zumindest ähnliche Wärmewerte aufzeigen, unterscheiden sie sich stark in ihrer Wärmeleitfähigkeit. Einfach erklärt, beschreibt die Wärmeleitfähigkeit oder Wärmeleitkoeffizient, wie schnell Wärme in das Innere des Stoffes gelangt, der der Wärme ausgesetzt ist. Im Falle eines fußwarmen Bodens, ist die Wärmequelle natürlich der Mensch, beziehungsweise der gut durchblutete Fuß.

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Treten wir nun auf einen Boden aus Keramikfliesen, die in der Kategorie Fußboden über die höchste Wärmeleitfähigkeit verfügen, wird die Wärme von unserem Fuß sehr schnell in das Innere des Materials getragen. Das hat zur Folge, dass sich die Wärme nicht am Kontaktpunkt staut und der Boden sich dementsprechend auch erst einmal nicht an dieser Stelle erwärmt. Dadurch, dass der Boden unsere Wärme schnell weiterleitet, gibt unser Körper seine Energie kontinuierlich ab und kommt mit der Produktion neuer Wärme nicht hinterher, sodass unsere Füße auskühlen.

Mit einem sogenannten warmen Boden verhält es sich genau gegenteilig. Hier wird die Wärme nicht so schnell weitergetragen, wodurch sie sich am Kontaktpunkt staut. Das hat zur Folge, dass die Stelle, auf der unsere Füße aufliegen, langsam erwärmt wird. Gleichzeitig hat unser Körper aber auch Zeit, die abgegebene Wärme zu ersetzen, wodurch wir nicht das Gefühl bekommen, auszukühlen.

Wäre es nicht von Vorteil grundsätzlich auf ein fußwarmes Material zurückzugreifen?

Betrachtet man Fußböden von dieser Seite aus, erscheint es tatsächlich sinnvoll, stets auf Fußböden zurückzugreifen, bei denen wir nicht so schnell auskühlen. Wie so vieles im Leben, spielen aber auch hier die äußeren Umstände eine wichtige Rolle. Denn bewegen Sie sich viel barfuß durch eine ansonsten kalte Wohnung, kühlen Sie auch dort langsam aus. Dennoch kann Ihnen ein warmer Boden direkt nach dem Aufstehen den Übergang vom warmen Bett in die ansonsten kalte Wohnung vereinfachen und Ihnen etwas Zeit verschaffen, die Wohnung entsprechend zu beheizen. Gleichzeitig nimmt die Wohnungstemperatur

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insgesamt eher weniger Einfluss auf den Fußboden, wodurch Heizen diesbezüglich weniger effektiv wird. Verweilt die Wärme vor allem an der Oberfläche des Materials, kann sie sie auch schneller wieder abgeben. Durch den angenehmeren Übergang empfiehlt sich warmer Boden jedoch vor allem in Wohnräumen, wie dem Schlaf- oder Wohnzimmer. Auch in Kinderzimmern wird ein solcher Boden gerne gesehen, da Kinder häufig direkt nach dem Aufstehen beginnen auf dem Boden zu spielen. Damit sie nicht ganz so schnell auskühlen, empfehlen hier viele Ratgeber, auf den Kauf eines entsprechenden Materials zu setzen.

Weshalb Sie Böden, die nicht als fußwarm gelten, jedoch nicht gleich verwerfen sollten, erfahren Sie im übernächsten Kapitel!

Korkboden, Parkett und Vinyl – die Klassiker unter den warmen Böden

Sind Sie auf der Suche nach einem Boden, der sich angenehm warm anfühlt,dann haben Sie  eine Auswahl an Alternativen. Denn selbst bei Fußböden, die früher nicht als fußwarm galten, bemühen sich die Hersteller, bestimmte Nachteile auszugleichen. Zu den Klassikern unter den warmen Böden gehört jedoch nach wie vor das Parkett. Der natürliche Rohstoff Holz leitet die Wärme sehr langsam und bietet dennoch ein angenehmes Trittgefühl. Als wahrer Hingucker in jeder Wohnung, wirkt die natürliche Komponente zudem beruhigend und gemütlich.

Weniger klassisch und viel mehr modern ist außerdem der Korkboden, der häufig als Beispiel schlechthin in Zusammenhang mit fußwarmen Böden genannt wird. Das recht weiche Material wird außerdem für seine enorme Elastizität geschätzt, wodurch unter anderem Ihre Gelenke geschont werden. Gerne wird Kork deshalb auch im Kinderzimmer verlegt, wo Ihr Nachwuchs auch in kalten Monaten mit Vorliebe auf dem Boden spielt.

Neben Parkett und Kork gilt außerdem der Vinylboden als beliebte Alternative, wenn es ein fußwarmer Bodenbelag sein darf. Ebenfalls elastisch und schick anzusehen, kommt Vinyl in vielen Farben und Formen daher.

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Synonym auch als PVC- oder Designboden erhältlich, ist er leicht zu verlegen und besonders pflegeleicht. Durch praktische und einfach zu handhabende Klick-Varianten löst er heute in vielen Wohnzimmern selbst das beliebte Laminat ab. Im Gegensatz zu Parkett oder Kork, eignet sich so mancher Vinylboden sogar für Feuchträume.

Von Laien gerne mit dem Vinylboden verglichen, gilt auch Linoleum als fußwarmer Bodenbelag. Im Gegensatz zu dem Kunststoffboden wird Linoleum jedoch aus nachhaltigen und natürlichen Rohstoffen gefertigt und gilt als besonders strapazierfähig und pflegeleicht. Aufgrund seiner vielen Speziallösungen und hohen Belastbarkeit kommt Linoleum vor allem im öffentlichen Bereich häufig zum Einsatz und ist meistens in der Industrie, Eingangs- oder Sporthallen zu erblicken, was Sie jedoch nicht davon abhalten sollte, diesen gesunden Bodenbelag auch in Ihre Räumlichkeiten zu holen.

Ein spezialgelagerter Sonderfall sind hingegen Teppichboden und Teppichfliesen. Denn natürlich gelten auch die textilen Auslegewaren als fußwarm und sind eher nicht für ihre wärmeleitenden Eigenschaften bekannt. Gleichzeitig lässt sich die Aufbauform und die verschiedenen Florarten nicht unbedingt mit den glatten Böden aus Holz oder Kunststoff vergleichen. Sind Sie auf der Suche nach einem warmen und gemütlichen Fußboden, können Sie mit Teppichboden jedoch grundsätzlich nicht viel falsch machen.

Laminat und Fliesen – nicht fußwarm, aber dennoch vorteilhaft?

Nachdem wir Ihnen den Begriff nun nähergebracht und die typischen fußwarmen Bodenbeläge aufgezählt haben, möchten wir aber auch zwei weniger warme Böden unter die Lupe nehmen. Die Rede ist natürlich von Laminat und Keramikfliesen. Diese zeigen, warum ein hoher Wärmeleitkoeffizient nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein muss!

Generell weniger fußwarm ist das Laminat, welches aufgrund seiner optischen Erscheinung gerne mit Parkett verglichen wird, jedoch vollkommen anders aufgebaut ist. Im Gegensatz zum Parkett galt Laminat lange Zeit als kalt. Denn der Aufbau des Laminats leitet die Wärme schneller ab als das Holzprodukt, ist, je nach Produkt, aber auch effizienter im Zusammenspiel mit einer Fußbodenheizung. Da Laminat aber ein viel genutzter Boden ist, wurde er auch hier immer weiterentwickelt, sodass es heute auch fußwarme Modelle gibt. Gleichzeitig ist es jedoch nicht immer einfach zu erkennen, welche Modelle fußwarm gestaltet wurden und welche nicht, weshalb wir auch das Laminat bei den kälteren Fußböden einordnen.

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Ähnliches gilt für den kalten Boden schlechthin: die Keramikfliese. Kein anderer Boden wird von so vielen Menschen als so kalt empfunden wie die Fliese. Und genau hier liegt auch der Vorteil! Kein anderer Boden leitet die Wärme so gut wie das strapazierfähige Tongemisch. Gleichermaßen ist auch kein Boden so effektiv in Zusammenhang mit einer Fußbodenheizung. Während fußwärmere Böden auch schneller wieder auskühlen, gibt Keramik die von unten ankommende Hitze nicht nur schnell und zuverlässig an den Raum ab, sie speichert sie auch, wodurch sie weniger heizen müssen. Zusätzlich können Sie auf Laminat und Keramik hervorragend textile Läufer auslegen und so auch ohne Heizanlage etwas zur Wärme und Gemütlichkeit Ihrer Wohnung beitragen.

Wie Sie also sehen, kommt es nicht immer auf den Boden selbst, sondern auch die äußeren Umstände an. Insgesamt lassen sich jedoch so ziemlich alle Bodenbelagsarten warm gestalten, wenn man es darauf anlegt. Wer hingegen primär nach einem warmen Boden sucht, dem sei vor allem Teppichboden, Vinyl oder Kork ans Herz gelegt.

Wir hoffen Ihnen auch heute wieder ein wenig bei Ihren Entscheidungen behilflich sein konnten und beraten Sie auch gerne weiterhin persönlich, wenn es um die Wahl Ihres neuen Bodenbelags gehen soll!

Bis zum nächsten Mal und beste Gesundheit, wünscht Ihnen Ihr Team von BRICOFLOR!