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Heimwerkertipps / DIY

Tapeten berechnen – so kalkulieren Sie Ihren Bedarf!

Tapeten berechnen

Bevor Sie Ihre Tapeten bestellen, sollten Sie genau kalkulieren, wie viele Tapetenrollen Sie benötigen, damit Sie nicht zu viele – oder schlimmer: zu wenige Tapetenrollen kaufen. Um den Bedarf an Tapeten zu berechnen, sollten Sie zunächst einmal die zu tapezierenden Räume in Höhe und Breite genau ausmessen. Dabei ist darauf zu achten, ob eventuell Fenster oder Türen ausgespart werden müssen. Zudem ist im Speziellen bei Mustertapeten darauf zu achten, ob es sich um ein durchlaufendes oder sich wiederholendes Muster handelt.

Damit es nicht zu bösen Überraschungen beim Tapezieren kommt und Sie vor einer nur halb tapezierten Wand stehen, wollen wir Ihnen hier kurz erklären, wie Sie Ihren Tapetenbedarf am besten kalkulieren.

Tapetenrollen und -formate

Beim Bestellen Ihrer neuen Tapete sollten Sie darauf achten, um welche Maße es sich handelt. Diese Informationen entnehmen Sie ganz einfach dem Datenblatt. Die meisten Tapeten erhalten Sie als sogenannte Eurorolle, bei der es sich um das Standardmaß in Europa handelt.

Je nach Tapetenart sind auch andere Formate und Maße möglich. Eine Fototapete mit großflächigem Motiv zum Beispiel ist teilweise auch als Bogen erhältlich sowie Glasfasertapete, die häufig deutlich länger und breiter ausfällt. Achten Sie also immer auf das Datenblatt der gewünschten Tapete, um die richtige Menge Tapetenrollen zu bestellen. Im Folgenden wollen wir uns jedoch auf die Kalkulation von Eurorollen beschränken, die den Hauptanteil der gängigen Vlies-, Papier und Vinyltapeten ausmachen.

Die Eurorolle

Bei der sogenannten Eurorolle, oder auch Europarolle, handelt es sich um Tapeten, die der europäischen Norm entsprechen und die 0,53 Meter breit und 10,05 Meter lang sind. Die Eurorolle hat den Vorteil, dass sie aufgrund der geringen Breite eine leichte Anbringung ermöglicht und für wenig Verschnitt sorgt. Mit einer Tapetenrolle im europäischen Standardformat lassen sich ungefähr fünf Quadratmeter tapezieren.

Mustergültig: Tapeten mit und ohne Ansatz

Schon beim Bestellen Ihrer Tapeten sollten Sie beachten, um was für einen Ansatz es sich handelt. Auch diese Information können Sie ganz einfach dem Datenblatt entnehmen. Häufig finden Sie Informationen zum Ansatz unter dem Punkt „Rapport“. Dabei handelt es sich im weitesten Sinne um das fortlaufende und flächenfüllende Muster Ihrer Tapete.

Hier können Sie sich für eine Tapete ohne Ansatz, für eine Tapete mit geradem Ansatz oder für eine Tapete mit versetztem Ansatz entscheiden, die sich nicht nur in Sachen Design und Anbringung voneinander unterscheiden, sondern auch hinsichtlich der Kalkulation des Tapetenbedarfs berücksichtigt werden sollten. Vor allem bei den Tapeten mit Ansatz ist es ratsam, beim Zuschneiden oben und unten circa fünf Zentimeter zusätzlich stehen zu lassen, die später an der Wandkante exakt abgetrennt werden können. Das ermöglicht Ihnen, letzte Korrekturen vorzunehmen und einen sauberen Abschluss an der Wand- und Deckenkante.

Tapeten ohne Ansatz

Bei Tapeten ohne Ansatz handelt sich meist um die schlichteren Wandkleider. Uni-Tapeten oder auch Streifentapeten haben zumeist keinen Ansatz, was die Anbringung und das Zuschneiden der Tapeten ein wenig erleichtert. Da Sie hier nicht darauf achten müssen, ob das Muster aneinanderpasst, kommt es hier entsprechend zu weniger Verschnitten.

Tapeten mit geradem Ansatz

Bei Tapeten mit geradem Ansatz handelt es sich meist um Mustertapeten, dessen Motiv oder Dessin auf gleicher Höhe angebracht werden kann. Zwar sollten Sie hier auf jeden Fall auf das Dekor achten, dass es nicht zu unschönen Verschiebungen kommt, allerdings müssen Sie die Tapeten auch nicht versetzt anbringen. Teilweise finden Sie im Datenblatt einer Tapete mit geradem Ansatz auch zusätzliche Angaben zur Länge des Musters, die Ihnen das Zuschneiden erleichtern sollen. Da es hier trotzdem ab und an zu Verschnitten kommen kann, ist das Einplanen einer zusätzlichen Rolle ratsam.

Beim Zuschneiden können Sie ganz einfach die erste zugeschnittene Bahn gewissermaßen als Schablone verwenden, wobei nicht nur die Länge der Bahnen die gleiche sein sollte, sondern auch das Muster immer an der exakt gleichen Höhe sitzen sollte.

Tapeten mit versetztem Ansatz

Bei einer Tapete mit versetztem Ansatz ist ein wenig Vorsicht geboten. Auch hier handelt es sich um Mustertapeten, wie zum Beispiel die Tapete 369211 von Livingwalls. Diese müssen jedoch versetzt angebracht werden. Das heißt, dass die erste Bahn normal angebracht werden kann, währen die nächste ein Stück weiter oben oder unten angebracht wird, so dass das Muster perfekt aneinanderpasst. Das führt man dann abwechselnd so fort. Auch hier sollten Sie die erste zugeschnittene Tapetenbahn als Schablone für die folgenden verwenden, wobei hier notwendigerweise mit mehr Verschnitt zu rechnen ist, da der Musterübergang verschoben ist. Planen Sie hier also mindestens eine Tapetenrolle mehr ein.Mustertapeten berechnen

Meistens wird bei einer Tapete mit versetztem Ansatz der Versatz angeben. Bei Eurorollen wird dann zum Beispiel ein Versatz von 53/26 angeben. Die erste Nummer verweist darauf, in welchem Abstand sich das Muster wiederholt. Die zweite Nummer verweist entsprechend darauf, um viele Zentimeter die Tapete versetzt werden sollte.

Maßhalten: so kalkulieren Sie Ihren Tapetenbedarf

Um Ihre Tapeten schließlich zu berechnen, können Sie ganz einfach auf den Tapetenrechner in unserem Online-Shop zurückgreifen, der sich rechts neben dem Produktbild Ihrer gewünschten Tapete befindet. Folgend finden Sie eine grobe Übersicht zum Berechnen des Tapetenbedarfs nach den jeweiligen Deckenhöhen, wobei als Ausgangswert für den Tapetenbedarf eine Raumbreite von 10 Metern angegeben ist. Der Tapetenbedarf ändert sich pro weitere fünf Meter Raumbreite.

Grundsätzlich gilt für Räume, die eine Deckenhöhe von 2,25 Metern und eine Raumbreite von 10 Metern haben, eine Kalkulation von etwa fünf Tapetenrollen. Erhöht sich die Raumbreite um jeweils fünf Meter, sollten Sie zwei zusätzliche Rollen einkalkulieren.

Bei einer Deckenhöhe von 2,50 Metern und einer Raumbreite von 10 Metern ist der Kauf von sechs Tapetenrollen angeraten. Auch hier gilt: erhöht sich die Raumbreite um jeweils fünf Meter, sollten Sie zwei Rollen mehr einplanen.

Bei einer Raumhöhe von 2,75 Metern und einer Raumbreite von 10 Metern als Ausgangswert sollten auch sechs Tapetenrollen eingeplant werden. Ab einer Raumhöhe von etwa 2,75 bis 3 Meter sollten Sie pro weitere fünf Meter Raumbreite drei zusätzliche Tapetenrollen einkalkulieren. Für eine Deckenhöhe von 3 Metern ist der Ausgangswert bei einer Raumbreite von 10 Metern sechs Rollen und bei einer Deckenhöhe von 3,25 Metern sieben Rollen.

Maßhalten: darauf sollten Sie beim Kauf Ihrer Tapeten achten

Grundsätzlich sollten Sie vor dem Kauf Ihrer neuen Tapeten Ihre Wände ausmessen und mögliche Aussparungen wie Türen und Fenster berücksichtigen, das heißt von der Kalkulation abziehen. Vor allem bei Mustertapeten ist der Kauf einer zusätzlichen Rolle ratsam, da es hier vermehrt zu Verschnitten kommen kann. Besonders bei der Wahl einer Mustertapete mit versetztem Ansatz empfiehlt es sich, eher mehr einzuplanen, als zu wenig. Zudem sollten Sie bedenken und einkalkulieren, dass Sie beim Zuschneiden am besten oben und unten fünf zusätzliche Zentimeter einplanen, um die Anbringung zu erleichtern.

Bis zum nächsten Mal. Ihr Team von BRICOFLOR, der Nr. 1 für Wand & Boden!